Diese Artikel aus der "Gelnhäuser Neuen Zeitung" und den "Kinzigtal-Nachrichten" spiegeln das schon seit Jahren bestehende Dilemma um unsere 30 Jahre alte Stadthalle in Salmünster wieder.
- Gelnhäuser Neue Zeitung 12.06.2008
- Gelnhäuser Neue Zeitung 17.06.2008
- Kinzigtal-Nachrichten 19.06.2008
- Gelnhäuser Neue Zeitung 01.03.2009
- Gelnhäuser Neue Zeitung 09.06.2009
- Kinzigtal-Nachrichten 09.12.2009
Gelnhäuser neue Zeitung vom 12.06.2008
Bad Soden-Salmünster - 12.06.2008 16:30 Uhr
Die Stadthalle erhalten
Bad Soden-Salmünster (cv). Dass der Stadthalle in Salmünster in naher Zukunft eine Sanierung ins Haus steht, ist offensichtlich. Was die kosten wird erklärte Bürgermeister Lothar Büttner den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses in ihrer jüngsten Sitzung: rund 400 000 Euro für kurzfristige Erneuerungen und weitere 900 000 Euro in den kommenden fünf Jahren. Nun müssen die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Montag entscheiden, ob sie an der Sanierung festhalten wollen. Der Ausschuss zumindest plädierte dafür. Mehr dazu in der GNZ vom 13. Juni.
Gelnhäuser Neue Zeitung vom 17.06.2008
Bad Soden-Salmünster - 17.06.2008 17:47 Uhr
Stadthalle wird saniert
Bad Soden-Salmünster (cv). Den Vereinen Bad Soden-Salmünsters bleibt die Stadthalle erhalten, das Gebäude wird für rund 1,3 Millionen Euro saniert. Bei einer Gegenstimme gaben die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Montagabend für das Vorhaben grünes Licht. Der Magistrat kann nun die notwendigen Planungen in die Wege leiten.
Liegen diese, inklusive Brandschutzkonzept und Kostenermittlung, vor, sollen bereits die Mittel für die ersten Arbeiten freigegeben werden. Dabei handelt es sich um rund 400 000 Euro für Wärmeversorgung, Brandschutz sowie Regel- und Steuertechnik. In den kommenden fünf Jahren sind dann weitere 900 000 Euro aufzubringen. Die Stadt rechnet mit Zuschüssen aus Landestöpfen. Mehr dazu in der GNZ vom 18. Juni.
Liegen diese, inklusive Brandschutzkonzept und Kostenermittlung, vor, sollen bereits die Mittel für die ersten Arbeiten freigegeben werden. Dabei handelt es sich um rund 400 000 Euro für Wärmeversorgung, Brandschutz sowie Regel- und Steuertechnik. In den kommenden fünf Jahren sind dann weitere 900 000 Euro aufzubringen. Die Stadt rechnet mit Zuschüssen aus Landestöpfen. Mehr dazu in der GNZ vom 18. Juni.
Kinzigtal-Nachrichten vom 19.06.2008
Die Stadthalle wird flott gemacht
BAD SODEN-SALMÜNSTER Sanieren ist immer noch kostengünstiger als abreißen und neu bauen. Diese Meinung äußerte CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Gerhard Schier in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung.
Mit dieser Einstellung war er nicht allein. Auch die übrigen Fraktionen sprachen sich dafür aus, die in die Jahre gekommene Stadthalle in Salmünster zu erhalten und stimmten mit 30 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme für die Weiterführung. Zunächst soll es nun darum gehen, solche Mängel zu beheben, welche die Nutzung der Stadthalle stark beeinträchtigen. Genannt wurden etwa die Bereiche Wärmeversorgung, Brandschutz sowie Regel- und Steuertechnik. „Wir müssen jetzt mit den Vorbereitungen beginnen“, sagte Bürgermeister Lothar Büttner. Das bedeutet, dass erst einmal Mittel in Höhe von 405 433 Euro zur Verfügung gestellt werden müssen. Für weitere Sanierungsarbeiten in den nächsten fünf Jahren werden noch einmal Gelder in Höhe von 898 212 Euro fällig.
Der Sanierungsbedarf sei durch einen Fachingenieur festgestellt worden, führte Büttner aus. Weil das hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung die energetische Modernisierung sozialer Infrastrukturen fördern wolle, seien die Kommunen aufgefordert worden, ihren Bedarf für die in Frage kommenden Objekte mitzuteilen, so dass die Hoffnung auf Fördergelder bestehe. Dr. Gerhard Schier (CDU) wies zwar darauf hin, dass eine Stadthalle an diesem Standort nicht wirtschaftlich zu betreiben sei. Doch weil die Stadt das Geld für einen Neubau nicht habe, bleibe keine Alternative zur Sanierung. Abriss und Neubau würden vermutlich zwischen fünf und zehn Millionen Euro kosten.
Stefan Ziegler (SPD) sagte, er habe intensiv für die Stadthalle geworben. Die Einrichtung sei für manche Vereine überlebensnotwendig. „Sie betrachten die Stadthalle als ihr Zuhause“, fasste Ziegler das große Interesse der Bürger zusammen.
In der Stadthalle untergebracht ist eine Gaststätte sowie im Keller das Jugendzentrum. Die Stadt nutzt die Einrichtung für monatliche Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung. Hinzu kommen 25 kommerzielle Veranstaltungen pro Jahr mit Einnahmen in Höhe von rund 6000 Euro sowie etwa 220 regelmäßige Termine jedes Jahr, die von Vereinen und Seniorenveranstaltungen wahrgenommen werden. Burkhard Kornherr (CDU) schlug vor, mehr Werbung für den Veranstaltungsort Salmünster zu machen, damit in Zukunft Großveranstaltungen in die Stadthalle geholt werden könnten, um eine bessere Auslastung zu erzielen.
sab
Mit dieser Einstellung war er nicht allein. Auch die übrigen Fraktionen sprachen sich dafür aus, die in die Jahre gekommene Stadthalle in Salmünster zu erhalten und stimmten mit 30 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme für die Weiterführung. Zunächst soll es nun darum gehen, solche Mängel zu beheben, welche die Nutzung der Stadthalle stark beeinträchtigen. Genannt wurden etwa die Bereiche Wärmeversorgung, Brandschutz sowie Regel- und Steuertechnik. „Wir müssen jetzt mit den Vorbereitungen beginnen“, sagte Bürgermeister Lothar Büttner. Das bedeutet, dass erst einmal Mittel in Höhe von 405 433 Euro zur Verfügung gestellt werden müssen. Für weitere Sanierungsarbeiten in den nächsten fünf Jahren werden noch einmal Gelder in Höhe von 898 212 Euro fällig.
Der Sanierungsbedarf sei durch einen Fachingenieur festgestellt worden, führte Büttner aus. Weil das hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung die energetische Modernisierung sozialer Infrastrukturen fördern wolle, seien die Kommunen aufgefordert worden, ihren Bedarf für die in Frage kommenden Objekte mitzuteilen, so dass die Hoffnung auf Fördergelder bestehe. Dr. Gerhard Schier (CDU) wies zwar darauf hin, dass eine Stadthalle an diesem Standort nicht wirtschaftlich zu betreiben sei. Doch weil die Stadt das Geld für einen Neubau nicht habe, bleibe keine Alternative zur Sanierung. Abriss und Neubau würden vermutlich zwischen fünf und zehn Millionen Euro kosten.
Stefan Ziegler (SPD) sagte, er habe intensiv für die Stadthalle geworben. Die Einrichtung sei für manche Vereine überlebensnotwendig. „Sie betrachten die Stadthalle als ihr Zuhause“, fasste Ziegler das große Interesse der Bürger zusammen.
In der Stadthalle untergebracht ist eine Gaststätte sowie im Keller das Jugendzentrum. Die Stadt nutzt die Einrichtung für monatliche Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung. Hinzu kommen 25 kommerzielle Veranstaltungen pro Jahr mit Einnahmen in Höhe von rund 6000 Euro sowie etwa 220 regelmäßige Termine jedes Jahr, die von Vereinen und Seniorenveranstaltungen wahrgenommen werden. Burkhard Kornherr (CDU) schlug vor, mehr Werbung für den Veranstaltungsort Salmünster zu machen, damit in Zukunft Großveranstaltungen in die Stadthalle geholt werden könnten, um eine bessere Auslastung zu erzielen.
sab
Gelnhäuser Neue Zeitung vom 01.03.2009
Bad Soden-Salmünster - 01.03.2009 17:54 Uhr
Vereine sind zu mehr bereit
Bad Soden-Salmünster (kel). Die Salmünsterer Vereine sind bereit, für den Erhalt ihrer Stadthalle Eigenleistungen bei der Hallensanierung und Pflege der Außenanlage einzubringen. Das ist das Fazit des ersten Treffens des Vereinsrings Salmünster.
Einstimmig sprachen sich Vereinsvertreter (Kneipp-Verein, VdK, Musikverein, Feuerwehr, Turnverein, Theatergruppe, SV Salmünster, SC Salmünster, TTC Salmünster, Kern'scher Männerchor, Faschingsgemeinschaft und Heimat- und Geschichtsverein) dafür aus, die Stadthalle zu erhalten und zu beleben.
Gelnhäuser Neue Zeitung vom 09.06.2009
Bad Soden-Salmünster - 09.06.2009 18:06 Uhr
320000 Euro für die Stadthalle
Bad Soden-Salmünster (küm). Zehn Objekte standen zur Auswahl, acht werden auf der Prioritätenliste der Stadt Bad Soden-Salmünster für Zuschüsse zur energetischen Sanierung aufgeführt: Die Stadtverordnetenversammlung hat am Montagabend erst nach einer zehnminütigen Sitzungsunterbrechung dieser Liste zugestimmt. Immerhin geht es um eine kalkulierte Investitionssumme von mehr als 11 Millionen Euro.
Die letztlich einstimmig gefasste Liste weist folgende acht Objekte in Bad Soden-Salmünster auf, angegeben in der Reihenfolge der Priorität: Die Stadthalle Salmünster, die Spessart-Therme, der Kindergarten St. Laurentius Bad Soden, das Feuerwehr-Gerätehaus Salmünster, das Sportlerheim Huttengrund, die Kleinschwimmhalle Salmünster, die Turnhalle Bad Soden und schließlich das Rathaus. Da die Vorlage erst am Tag der Stadtverordnetenversammlung fertig gestellt wurde, scheuten sich einige Abgeordnete, die Liste ohne Fraktionsberatung abzunicken. Auf Anfrage der CDU erklärte Bürgermeister Lothar Büttner, dass die jetzt beschlossene Liste keinesfalls bindend sei. Es werde lediglich die Möglichkeit geschaffen, falls die Stadt die angestrebten Projekte zu schultern bereit sei, Zuschüsse abzurufen.
Kinzigtal-Nachrichten vom 09.12.2009
Diskussion über Zukunft der Stadthalle
SALMÜNSTER In einem offenen Gespräch klärten die Vereinsgemeinschaft Salmünster und Bürgermeister Lothar Büttner ihre Vorstellungen zum Thema Erhalt der Stadthalle oder Neubau einer Mehrzweckhalle.
Der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, Udo Gebauer, bat um sachliche Argumente und Wahrheit. Er legte Wert darauf, dass er nicht seine eigene Meinung vertrete, sondern die der Vereine, die bisher mit Mehrheit den Erhalt der Stadthalle wollten. Sollte sich das ändern, stehe er auch dafür.
Bürgermeister Lothar Büttner (parteilos), der mit einem Stab von Amtsleitern erschienen war, sprach über die Finanzlage. Er las aus einem Brief des Hessischen Innenministers Volker Bouffier vor, der die Kommunen mahnte, bei allen Investitionen auf die Folgekosten zu achten und weitere Verschuldungen zu meiden. Unter diesen Voraussetzungen dürfe die Stadt eigentlich für die Stadthalle oder eine andere Halle kein Geld in die Hand nehmen.
Die Stadtverordnetenversammlung sehe aber auch die Notwendigkeit, dass die Stadt für die Menschen lebenswert bleibe. Unter diesem Aspekt seien im Haushalt Investitionen für fast neun Millionen Euro vorgesehen, von denen die Stadt abzüglich der Zuschüsse rund fünf Millionen selbst tragen müsse. Die knapp zwei Millionen Euro für Brandschutz- und Energiesparmaßnahmen an der Stadthalle seien im Haushalt eingestellt und können am Montag vom Parlament mit beschlossen werden. Ob die Mittel dann dafür oder für eine neue Halle verwendet werden, gelte es gemeinsam zu prüfen. Damit der Haushalt trotzdem eine Chance auf Genehmigung habe, setze er auf die Mitarbeit der Vereine. Das bedeute, genaue Konzepte der Vereine, die die Halle nutzen mit Art und Häufigkeit der Nutzung und Qualifikation zum Beispiel der Dirigenten (Musikverein) oder Regisseure (Theatergruppe). Dann könne der einschränkende Vermerk des Magistrats an dieser Haushaltsstelle ergänzt werden. Außerdem sei finanzielle Beteiligung oder Eigenleistung wichtig. Viele Vereinsvertreter hielten dies für gerechtfertigt. Die Überprüfung der durch die Stadt ermittelten vermutlichen Baukosten durch einen von der Vereinsgemeinschaft bestellten Ingenieur habe den vorgelegten Kostenrahmen bestätigt. Man sprach über eine intensivere Nutzung der Stadthalle. Leise kam auch Kritik, warum die Stadt die Stadthalle nicht selbst intensiver nutze.
Von Elisabeth Schmitt
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Der Verein
Vorgeschichte
Einstimmig sprachen sich Vereinsvertreter (Kneipp-Verein, VdK, Musikverein, Feuerwehr, Turnverein, Theatergruppe, SV Salmünster, SC Salmünster, TTC Salmünster, Kern'scher Männerchor, Faschingsgemeinschaft und Heimat- und Geschichtsverein) dafür aus, die Stadthalle zu erhalten und zu beleben.
Die letztlich einstimmig gefasste Liste weist folgende acht Objekte in Bad Soden-Salmünster auf, angegeben in der Reihenfolge der Priorität: Die Stadthalle Salmünster, die Spessart-Therme, der Kindergarten St. Laurentius Bad Soden, das Feuerwehr-Gerätehaus Salmünster, das Sportlerheim Huttengrund, die Kleinschwimmhalle Salmünster, die Turnhalle Bad Soden und schließlich das Rathaus. Da die Vorlage erst am Tag der Stadtverordnetenversammlung fertig gestellt wurde, scheuten sich einige Abgeordnete, die Liste ohne Fraktionsberatung abzunicken. Auf Anfrage der CDU erklärte Bürgermeister Lothar Büttner, dass die jetzt beschlossene Liste keinesfalls bindend sei. Es werde lediglich die Möglichkeit geschaffen, falls die Stadt die angestrebten Projekte zu schultern bereit sei, Zuschüsse abzurufen.
Der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, Udo Gebauer, bat um sachliche Argumente und Wahrheit. Er legte Wert darauf, dass er nicht seine eigene Meinung vertrete, sondern die der Vereine, die bisher mit Mehrheit den Erhalt der Stadthalle wollten. Sollte sich das ändern, stehe er auch dafür. Bürgermeister Lothar Büttner (parteilos), der mit einem Stab von Amtsleitern erschienen war, sprach über die Finanzlage. Er las aus einem Brief des Hessischen Innenministers Volker Bouffier vor, der die Kommunen mahnte, bei allen Investitionen auf die Folgekosten zu achten und weitere Verschuldungen zu meiden. Unter diesen Voraussetzungen dürfe die Stadt eigentlich für die Stadthalle oder eine andere Halle kein Geld in die Hand nehmen.
Die Stadtverordnetenversammlung sehe aber auch die Notwendigkeit, dass die Stadt für die Menschen lebenswert bleibe. Unter diesem Aspekt seien im Haushalt Investitionen für fast neun Millionen Euro vorgesehen, von denen die Stadt abzüglich der Zuschüsse rund fünf Millionen selbst tragen müsse. Die knapp zwei Millionen Euro für Brandschutz- und Energiesparmaßnahmen an der Stadthalle seien im Haushalt eingestellt und können am Montag vom Parlament mit beschlossen werden. Ob die Mittel dann dafür oder für eine neue Halle verwendet werden, gelte es gemeinsam zu prüfen. Damit der Haushalt trotzdem eine Chance auf Genehmigung habe, setze er auf die Mitarbeit der Vereine. Das bedeute, genaue Konzepte der Vereine, die die Halle nutzen mit Art und Häufigkeit der Nutzung und Qualifikation zum Beispiel der Dirigenten (Musikverein) oder Regisseure (Theatergruppe). Dann könne der einschränkende Vermerk des Magistrats an dieser Haushaltsstelle ergänzt werden. Außerdem sei finanzielle Beteiligung oder Eigenleistung wichtig. Viele Vereinsvertreter hielten dies für gerechtfertigt. Die Überprüfung der durch die Stadt ermittelten vermutlichen Baukosten durch einen von der Vereinsgemeinschaft bestellten Ingenieur habe den vorgelegten Kostenrahmen bestätigt. Man sprach über eine intensivere Nutzung der Stadthalle. Leise kam auch Kritik, warum die Stadt die Stadthalle nicht selbst intensiver nutze.
Von Elisabeth Schmitt



